Geschichte – Frühzeit

Die „Lehre der Zahlen“ und deren Erforschung geht auf Tausende von Jahren zurück, und hat mehrere unterschiedliche Systheme dadurch, auch kulturell bedingt, hervorgebracht. Deshalb hier nur die wichtigsten geschichtlichen Key Informationen, die letztendlich bedeutend waren, um zur heute im Westen meist gebräuchlichsten Form geführt haben:


  • Geschichtliche Aufzeichnungen belegen die Existenz frühnumerologischer Studien und deren Gebrauch bereits vor ca. 11.000 Jahren bei den (babylonischen) Chaldäern, sowie später den Hebräern, Ägyptern, Phöniziern, Hindus, Chinesen, Tibetanern, Arabern, sowie u.a. auch den Mayas oder Amerikanischen Indianern.
  • Ihre wohl signifikanteste Bedeutung bekam sie vom griechischen Philosophen Pythagoras (ca. 570 – 510 v.Chr.). Neben den Lehren über physikalische Wissenschaften, Astronomie, Geometrie und Musik bildeten seine mathematischen Lehren zum Zusammenhang von Zahlen und den Gesetzen des Universums, welche er an seiner Geheimzirkel ähnlichen Schule auf Croton (Italien) über 40 Jahre mit seinen Schülern verfeinerte und an sie weitergab, das Fundament, auf dem die weitere westlich orientierte numerologische Forschung aufgebaut hat.
  • Da zu Lebzeiten von Pythagoras keinerlei Niederschriften seiner Lehre gemacht werden durften, ist es nur einigen später gemachten Werken zu verdanken, dass die Essenzen seiner Lehren weitergeführt bzw. auch schriftlich erhalten geblieben sind. Wie z.B.: vom späteren griechischen Philosophen Plato (ca. 424-348), Philolaus von Croton (ca. 475 v. Chr) oder dem griechischen Philosophen und Mathematiker Theon von Smyrna ( um ca. 100), dessen mathematisches Werk tief in der Pythagoräischen Lehre verwurzelt war.
  • Pythagoras gilt sprachgebrauchlich als der „Vater der Numerologie oder Numerischen Analyse“, hat aber wissenschaftlich nicht nachweisbar etwas mit der heutig verwendeten Berechnungsmethode zu tun. Sie wird ihm aber trotzdem immer wieder zugesprochen.
  • Numerologische Gesetzmässigkeiten wurden später in die jüdische Kabbala übernommen und beeinflussten auch stark den arabischen Raum.
  • Fortsetzendes Interesse früher christlicher Gelehrter an dieser Materie wie z.B.: Augustinus von Hippo (354-430), führte wieder zum weit verbreiteten Interesse und Einsatz der Zahlenlehre während der Renaissance. Zu dieser Zeit war sie von den gelehrtesten Wissenschaftler bis zu den am wenigsten gebildeten Laien akzeptiert und zugänglich. Dass berühmte Namen dieser Epoche wie Kepler, Newton, Galilei oder Kopernikus sich auch damit befasst haben könnten, liegt im Bereich des Möglichen und es würde Sinn machen, dies anzunehmen.

  • Im auslaufenden 17. Jhd. entstanden immer mehr elitäre Geheimbünde- und Gesellschaften, welche die Studien zur Zahlenlehre wieder in den Untergrund mitnahmen.

 


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